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Dielen & Verlegung

Terrasse mit Rahmeneinfassung: Verlegung, Unterbau, Material

So planen Sie eine Rahmeneinfassung für Terrassendielen: doppelte Lagerhölzer, Auflager unter Gehrungen, Dielenlängen und Materialbeispiel für 4 × 3 m.

Aktualisiert am · 8 Min. Lesezeit · Von Free Deck Board Calculator · So recherchieren wir

Rechner zu diesem Ratgeber

Eine Terrasse mit Rahmeneinfassung (engl. „picture frame“) hat einen umlaufenden Rand aus Dielen, innerhalb dessen die Dielen der eigentlichen Fläche, das sogenannte Innenfeld, verlaufen. Die Einfassung verdeckt die geschnittenen Dielenenden, sorgt für einen sauberen Abschluss und lässt eine Terrasse wie maßgefertigt wirken. Sie braucht aber mehr Unterkonstruktion als eine gerade Verlegung: Auflager unter den Ecken, zusätzliche Hölzer entlang der Ränder und doppelte Lagerhölzer überall dort, wo Felddielen stumpf an die Einfassung stoßen. All das muss geplant sein, bevor die Lagerhölzer liegen.

Wie eine Rahmeneinfassung aufgebaut ist

Bei einer typischen Terrasse laufen die Lagerhölzer vom Haus weg, und die Felddielen laufen parallel zum Haus quer darüber. Kommt eine Einfassung dazu, verhalten sich die vier Seiten des Rahmens unterschiedlich:

  • Vorderkante (parallel zu den Felddielen). Die Einfassungsdiele kreuzt die Enden der Lagerhölzer genau wie eine Felddiele. Hier ist keine besondere Unterkonstruktion nötig; die Diele muss aber sauber aufliegen, und der Überstand über die Unterkonstruktion darf nicht zu groß werden – megawood etwa erlaubt höchstens 50 mm.
  • Die beiden Seiten (parallel zu den Lagerhölzern). Diese Einfassungsdielen laufen entlang des äußeren Lagerholzes, und die Felddielen stoßen stumpf an sie. Beide brauchen ein Auflager: die Einfassungsdiele auf ganzer Länge und jede Felddiele an ihrem Ende.
  • Hausseite. Viele Terrassen verzichten am Haus auf die Einfassung oder verwenden dort nur eine einzelne Randdiele. Zur Hauswand bleibt ohnehin ein Abstand von 10 bis 20 mm.

An den Seiten fällt der Großteil der zusätzlichen Unterkonstruktion an.

Anforderungen an die Unterkonstruktion

Eine Rahmeneinfassung folgt denselben Regeln wie ein Längsstoß: Jedes Dielenende braucht ein eigenes Auflager. Die Fachbroschüre Praxiswissen Holz (hagebau) und der Bauplan von megawood nennen die wichtigsten Punkte:

  • Doppelte Lagerhölzer an Stößen. Praxiswissen Holz verlangt bei Längsstößen immer zwei Unterkonstruktionshölzer mit etwa 100 mm Abstand und einer Stoßfuge von 5 bis 10 mm; der Höhenunterschied der Dielen am Stoß darf höchstens 3 mm betragen. megawood legt bei WPC zwei Konstruktionsbalken mit 180 mm Achsabstand unter jeden Stoß. Dasselbe gilt dort, wo Felddielen an die seitliche Einfassung stoßen.
  • Doppelte Unterkonstruktion unter Gehrungen. megawood verlegt bei 45°-Gehrungen eine doppelte Unterkonstruktion entlang des Schnitts. Auch bei Holz muss unter jeder Gehrung massives Holz liegen, damit beide Dielen befestigt werden können.
  • Kurze Stücke sichern. An Schräg- und Gehrungsschnitten werden bei megawood kurze Dielenstücke, die mit weniger als drei Klammern befestigt werden könnten, von oben verschraubt.
  • Schraubenabstand zum Brettende. Für sichtbar verschraubte Holzdielen nennt Praxiswissen Holz mindestens 60 mm und höchstens 100 mm vom Brettende. An Gehrungen mit spitz zulaufenden Enden müssen Sie die Schrauben deshalb sorgfältig setzen und vorbohren.
  • Achsabstand. Die Grundregeln der Fläche gelten weiter: höchstens 50 cm bei 25 mm starken Holzdielen, 40 bis 45 cm bei 21 mm, bei WPC nach Herstellerangabe.

Verwenden Sie ein anderes System, prüfen Sie dessen Anleitung, denn die Details unterscheiden sich. Die Grundregel gilt aber überall: Unter jedem Dielenende und jeder Gehrung muss ein Auflager liegen. Der Ratgeber zum Balkenabstand behandelt die Grundkonstruktion, und der Unterkonstruktion-Rechner zählt die Lagerhölzer.

Ein Hinweis zu Bewegung und Ausdehnung

Eine Rahmeneinfassung hält die Felddielen an allen Seiten. Das ist wichtig, weil sich Dielen bewegen. Massivholz quillt und schwindet laut Praxiswissen Holz in Breite und Stärke um 5 bis 10 %, die Längenänderung kann bei Vollholz unberücksichtigt bleiben. Bei WPC und modifizierten Materialien dagegen müssen die Herstellerangaben zur Längenausdehnung beachtet werden – megawood verlangt mindestens 20 mm Abstand zu festen Bauteilen und schiebt Dielen bei Gehrungen nur 10 mm weit in das Gehrungsprofil, damit sie sich ausdehnen können. In der Praxis heißt das:

  • Halten Sie die Stirnfugen der Felddielen an der Einfassung so, wie der Hersteller sie vorgibt; bei Holz 5 bis 10 mm.
  • Erwägen Sie an langen Seiten, die Einfassung mit einem Stoß über doppelten Lagerhölzern zu teilen, statt eine sehr lange Diele zu erzwingen.
  • Verlegen Sie WPC im empfohlenen Temperaturbereich; megawood nennt 5 bis 25 °C.

Gehrung oder stumpfer Stoß an den Ecken

Die meisten Rahmeneinfassungen haben an den Ecken Gehrungen mit 45°. Sauber geschlossen sehen sie scharf aus, zeigen aber jede Bewegung. Eine Gehrung, die sich um 3 mm öffnet, fällt viel stärker auf als eine stumpfe Fuge von 3 mm, weil das Auge der Diagonale folgt.

Tipps für Gehrungen, die geschlossen bleiben:

  • Schneiden Sie auf einer guten Kappsäge mit feinem Sägeblatt und prüfen Sie, ob der Winkel wirklich 45° beträgt.
  • Bauen Sie zuerst die Gehrungsecken ein und arbeiten Sie die Einfassungsdielen von dort nach außen, damit Längenkorrekturen am anderen Ende passieren, nicht an der Ecke.
  • Befestigen Sie beide Seiten der Gehrung auf der doppelten Unterkonstruktion und bohren Sie bei Holz vor, damit die spitzen Enden nicht reißen.
  • Brechen Sie alle Schnittkanten mit einer Fase. Praxiswissen Holz und megawood empfehlen das für den konstruktiven Holzschutz.

Stumpfe Ecken, bei denen eine Einfassungsdiele an der anderen vorbeiläuft, sind einfacher und verbergen Bewegung besser. megawood zeigt für seine Abschlussprofile beide Varianten, jeweils mit Fuge. Stumpfe Ecken zeigen das Hirnholz einer Diele. Bei Holz behandeln Sie die Schnittfläche mit einem Hirnholzschutz; bei Tropenholz müssen die Paraffinversiegelungen der Brettenden laut Praxiswissen Holz ohnehin abgeschnitten und die Enden gegebenenfalls neu versiegelt werden.

Breite der Einfassung: einfach, doppelt oder Stirnblende

Der Rand kann eine oder zwei Dielen breit sein, und an der Außenseite kann eine Stirnblende die Unterkonstruktion verdecken.

  • Einfache Einfassung. Die häufigste Wahl, und sie reicht, um die Feldenden zu verdecken.
  • Doppelte Einfassung. Zwei Dielen nebeneinander ergeben einen kräftigeren Rand, die zweite Diele oft in Kontrastfarbe. Unter beiden Dielen müssen die Auflager durchgehen.
  • Stirnblende. Senkrechte Abschlussleisten oder -profile verdecken die Kopfseiten der Lagerhölzer. megawood montiert sein Abschlussprofil mit umlaufend 10 mm Fuge zu den Dielen.

Eine Kontrastfarbe ist ein beliebter letzter Schliff. Bedenken Sie, dass dunkle Dielen in der Sonne heißer werden und sich bei WPC stärker ausdehnen.

Rechenbeispiel: eine Terrasse mit 4 × 3 m und Rahmeneinfassung

Dieses Beispiel verwendet eine Terrasse von 4 × 3 m, deren Felddielen in Richtung der 4 m laufen. Sie hat eine einfache Rahmeneinfassung an allen vier Seiten, KDI-Dielen 27 × 145 mm mit 6 mm Fuge und Lagerhölzer mit 50 cm Achsabstand. Jede Seite der Einfassung nimmt dem Feld 145 + 6 = 151 mm.

Größe des Felds

  • Feldlänge: 4.000 − (2 × 151) = 3.698 mm
  • Feldbreite: 3.000 − (2 × 151) = 2.698 mm

Dielenreihen im Feld

  • 2.698 ÷ 151 = 17,9, also 18 Reihen
  • Jede Reihe ist knapp 3,70 m lang und wird aus einer 4-m-Diele geschnitten, mit etwa 30 cm Reststück pro Reihe

Einfassungsdielen

  • Zwei lange Seiten mit 4 m: je eine 4-m-Diele.
  • Zwei kurze Seiten mit 3 m: je eine 3-m-Diele.

Ohne Überstand und mit maßhaltigen Dielen geht das gerade auf. Planen Sie einen Überstand ein oder müssen Sie Werksenden begradigen, brauchen Sie die nächste Länge – also 5-m- statt 4-m-Dielen und 4-m- statt 3-m-Dielen.

Summen vor Zuschlag (nach dem Terrassendielen Rechner)

TeilDielenLaufende Meter
Feld18 × 4 m72
Lange Einfassungsseiten2 × 4 m8
Kurze Einfassungsseiten2 × 3 m6
Summe22 Dielen86

Eine gerade Verlegung ohne Einfassung braucht für dieselbe Terrasse 20 Reihen und 20 Dielen à 4 m, also 80 laufende Meter. Die Einfassung kostet hier 6 laufende Meter mehr, etwa 7,5 % – vor allem, weil die Feldreihen um 30 cm kürzer als die Diele sind und der Rest selten weiterverwendet werden kann. Dazu kommen die doppelten Lagerhölzer an den beiden Seiten und unter den Gehrungen.

Zuschlag

Für eine gerade Verlegung genügen oft rund 10 % für Ausschuss und Fehlschnitte. Für Rahmeneinfassungen planen viele mit 12 bis 15 %, um Gehrungsschnitte und Nachschnitte abzudecken. Mit 10 % Zuschlag kommt der Rechner im Beispiel auf 25 Dielen (23 × 4 m und 2 × 3 m). Sind Reststücke aus dem Feld lang genug, können sie zu Trittstufen oder Stirnblenden werden. Der Ratgeber zur Wahl der Dielenlängen zeigt, wie Sie Reststücke einplanen.

Befestigungsmittel und Arbeitsreihenfolge

Eine Einfassung braucht mehr Befestiger als eine gerade Verlegung: zwei Schrauben an jedem Lagerholz für die Felddielen, dazu Schrauben in die doppelten Lagerhölzer entlang der Einfassung und auf beiden Seiten jeder Gehrung. Im Beispiel kommt der Rechner für die Fläche mit Einfassung auf 388 Schrauben ohne Zuschlag, gegenüber 360 bei gerader Verlegung. Der Terrassenschrauben-Rechner schätzt sichtbare Schrauben oder Klammern – rechnen Sie für die zusätzlichen Hölzer der Einfassung etwas dazu.

Eine gängige Reihenfolge:

  1. Unterkonstruktion bauen, einschließlich der doppelten Lagerhölzer für die Feldenden und der Auflager unter den Gehrungen.
  2. Falls vorgesehen, die Stirnblende montieren, dann die Einfassungsdielen setzen, beginnend mit den Gehrungsecken.
  3. Das Feld von einer Seite her verlegen, die Fuge gleichmäßig halten und alle paar Reihen gegen die gegenüberliegende Einfassung prüfen.
  4. Die letzte Felddiele bei Bedarf längs zuschneiden, damit sie unter Einhaltung der Fuge sauber an die Einfassung passt.

Manche Verleger legen lieber zuerst das Feld, schneiden die Enden mit einer Tauchsäge an der Führungsschiene gerade ab und setzen dann die Einfassung. Beides funktioniert. Entscheidend ist, dass die Feldenden sauber auf einem eigenen Lagerholz liegen.

Rahmeneinfassung mit Trenndielen

Bei langen Terrassen passt eine Rahmeneinfassung gut zu einer Trenndiele quer über die Mitte. Die Trenndiele folgt derselben Logik: doppelte Lagerhölzer, damit jedes Feldende ein eigenes Auflager hat. Diese Verlegung erklärt der Ratgeber zur Trenndiele.

Der Terrassendielen Rechner hat Optionen für Rahmeneinfassung und Trenndiele. Er zieht die Einfassung vom Feld ab, zählt die Reihen, schlägt Längen für die Einfassungsdielen vor und erstellt einen Zuschnittplan für die ganze Terrasse.

Häufig gestellte Fragen

Braucht eine Rahmeneinfassung zusätzliche Lagerhölzer?

Ja. Wo Felddielen stumpf an die Einfassung stoßen, brauchen sie ein eigenes Auflager – Praxiswissen Holz nennt für Stöße zwei Hölzer mit etwa 100 mm Abstand, megawood bei WPC 180 mm Achsabstand. Außerdem braucht jede Gehrung eine doppelte Unterkonstruktion, damit beide Dielen befestigt werden können.

Wie viel mehr Material braucht eine Rahmeneinfassung?

Das hängt von der Terrassengröße ab und davon, wie gut die Dielenlängen zur Einfassung passen. Im Beispiel mit 4 × 3 m brauchte die Einfassung vor Zuschlag 86 statt 80 laufende Meter, also etwa 7,5 % mehr. Viele planen für Terrassen mit Rahmeneinfassung 12 bis 15 % Zuschlag ein.

Sollte man die Ecken der Rahmeneinfassung auf Gehrung schneiden?

Gehrungen sind die häufigste Wahl und sehen dicht geschlossen am besten aus, zeigen aber Bewegungen leicht. Stumpfe Ecken mit Fuge sind einfacher und verzeihen mehr, zeigen dafür das Hirnholz. Egal, wofür Sie sich entscheiden: Legen Sie ein ausreichendes Auflager unter die Ecke und befestigen Sie beide Dielen darauf.

Kann ich eine bestehende Terrasse nachträglich einfassen?

Manchmal – meist müssen dafür aber die äußeren Reihen entfernt und unter der neuen Einfassungslinie doppelte Lagerhölzer ergänzt werden. Prüfen Sie, ob die vorhandene Unterkonstruktion intakt ist und ob der Achsabstand zu den neuen Dielen passt, bevor Sie sich festlegen.